Früherkennung

Früherkennung dient, wie der Name bereits sagt, der frühen Erkennung von bereits bestehenden Erkrankungen oder einer beeinträchtigten Gesundheit. Sie ist also eine Maßnahme der Sekundärprävention. Nicht jede Erkrankung ist für Früherkennungsmaßnahmen geeignet. In der Regel eignen sich solche Erkrankungen, die sich langsam entwickeln, im frühen Stadium symptomlos verlaufen und bei rechtzeitiger Entdeckung behandelbar oder heilbar sind. Auch muss eine Erkrankung häufig genug vorkommen, weil sonst in einem öffentlichen Gesundheitssystem die Kosteneffizienz einer breiten Untersuchung der Bevölkerung zu gering ist. Weiterhin muss die Methode zur Früherkennung sicher genug sein, also eine überschaubare Komplikationsrate haben. Auch muss die Methode sicher genug zwischen gesunden und krankhaften Befunden unterscheiden können, weil sonst die Gefahr einer Überdiagnostik mit der unnötigen weiteren Behandlung von eigentlich gesunden Patienten besteht. Dieses Risiko wird - in einem "falschen Vertrauen" zum Gesundheitssystem - von vielen Menschen nicht wahrgenommen. "Erst mal nachschauen" ist ein menschlicher Reflex. In der Ärzteschaft wird aber munter diskutiert: von anlassloser Cholesterinbestimmung über Mammografie bis hin zur PSA-Bestimmung zur Aufdeckung eines Prostatakrebs. Nicht immer halten auch allgemeine Check-Up Untersuchungen das, was sie versprechen und die "Volksgesundheit" wird durch sie nicht zwingend besser. Wichtig sind aber die Kontakte zum Gesundheitssystem dennoch. Auch wenn Sekundärprävention "draufsteht", kann immer auch zur so wichtigen Primärprävention im gleichen Rahmen beraten werden. Hier finden Sie eine Übersicht zu den ambulanten Früherkennungs-Programmen in unserem Gesundheitssystem.