Belastungsgrenze

Gesetzlich Krankenversicherte müssen zu bestimmten Leistungen, wie Medikamentenkosten oder Krankengymnastik Zuzahlungen leisten. Diese Zuzahlungen sind gedeckelt auf 2% des Bruttoeinkommens (§62 SGB V). Hierzu ein Beispiel: 

Verdient eine Arbeitnehmerin 24.000 € im Jahr, entsprechen 2 % also 480 €. Es müsste also jemand mit einem einkommen von 24.000 € nicht mehr als 480 € für Medikamente, Heilmittel und andere Leistungen der GKV dazu bezahlen. Darüber hinaus kann eine Rückzahlung geltend gemacht werden. 

Wer an einer chronischen Erkrankung (und bestimmten zusätzlichen Auflagen) leidet und deshalb regelmäßig in ärztlicher Behandlung ist, dem wird eine Belastungsgrenze von 1 % zugestanden. Im obigen Beispiel bedeutet das, dass bei einem Jahreseinkommen von 24.000 € nur noch Zuzahlungen von maximal 240 € geleistet werden müssten. 

Der Nachweis einer chronischen Erkrankung erfolgt über den Hausarzt mit einem standardisiertem Vordruck (Muster 55), der bei der Krankenkasse eingereicht wird.